Johannisbrot – Die Schokolade Mallorcas

Esel wissen, was lecker ist: Füttern Sie dem Langohr einmal Johannisbrot, wird er nichts anderes mehr anrühren. Kein Wunder, sind die reifen Früchte doch so süss, dass sie den Beinamen „Schokolade Mallorcas“ tragen. Jetzt ist Erntezeit auf Mallorca und wir verraten Ihnen, was man mit den braunen Bohnen eigentlich macht….

Das Korn der länglichen süssen Frucht galt in der Antike als Wägeeinheit für Edelsteine. Es wiegt 200 Milligramm mit geringfügigen Abweichungen.
Heute wird das Korn mit der Lebensmittelzusatzstoff-Bezeichnung E 410 zu einem weissen, geschmacksneutralen Mehl gemahlen und unter anderem als Verdickungsmittel oder Stabilisator eingesetzt. Es gehört zu den wichtigsten Exportprodukten Mallorcas und wird auf Spanisch als “Goma Garrofín” bezeichnet.

Nicht zu verwechseln ist das weisse Mehl mit dem hochwertigen braunen, das aus dem Fruchtfleisch gewonnen wird. Das erinnert mit seinem fruchtigen lakritzartigen Geschmack etwas an Kakao, ist sehr fettarm, ballaststoffreich, enthält Vitamin A, B, Calcium und Eisen. Ein ideale Ernährungsergänzung, die bereits seit langem Einzug in die Reformhäuser Mitteleuropas gehalten hat.

Probieren Sie doch auch einmal die Johannisbrot-Frucht frisch vom Baum: Ein wenig auf dem Fruchtfleisch kauen und schon entfaltet sich der angenehm süsse Geschmack.

Und noch einen kulinarischen Tipp haben wir: Der Sprituosenhersteller Tragus aus Deià bietet einen Likör an, der zum Teil aus klassischen Kräutern besteht, zum Teil aber aus Johannisbrotextrakt. Lecker!

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